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Der 1. Weltkrieg


Allgemeines

Am 28.06.1914 wurde der österreichische Thronfolger ermordet. Nach mancherlei Hin und Her: am 28.07.1914 Österreichs Kriegserklärung. Deutschland folgte. Der 02.08.1914 war der erste Mobilmachungstag. Der 1. Weltkrieg hatte begonnen. Schließlich standen 24,2 Millionen Soldaten der Mittelmächte 43 Millionen alliierter Soldaten gegenüber. 11.11.1918 Waffenstillstand. 28.06.1919 Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages.

 

Die Turnbewegung im Kriege

Das 6. Kreisturnfest des Turnkreises VIII b hatte in der Zeit vom 02.-05.08.1914 in Mönchengladbach stattfinden sollen. An statt zum Kreisturnfest zogen die Wehrfähigen ins Feld. Vom Siegburger TV waren am 15.10.1914 bereits 110 eingezogen, zum Schluss des Krieges 310. Von der KT 43 waren bald 300 einberufen. 1916 waren von den noch nicht 45 Jahre alten Wehrfähigen nur noch 4 zu Hause. TV Schlebusch: Von 143 aktiven Vereinsmitgliedern waren schließlich 103 einberufen. - Beschlagnahme von Turnhallen: Immer mehr Hallen wurden beschlagnahmt. Zuletzt waren die meisten Turnhallen dem Turnbetrieb entzogen. Sie wurden zu Kriegszwecken, zur Belegung mit Truppen, mit Verwundeten aber auch zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung als Läger gebraucht. - Der Turnbetrieb kam immer mehr zum Erliegen. In geringem Umfang konnte bei manchen Vereinen - mit Altersturnern und Turnerinnen - ein Turnbetrieb noch aufrecht erhalten werden, wie in Mülheim, Herkenrath, Poll oder der KT. Ganz ruhte der Übungsbetrieb beispielsweise in Flittard, Niehl, Urbach, Rath-Heumar, Rodenkirchen, Königsdorf, Forsbach und Merheim lrh. - Der TV Wahn befand sich in einer eigenen, besonderen Lage. Die Wahner Turner hatten gute Beziehungen zu den auf der Wahner Heide stationierten Truppen. Manche von diesen kamen zu ihnen, um zu turnen. - Sehr bemerkenswert ist Folgendes: Die Frauenführung im Kreis VIII b blieb trotz des Krieges sehr aktiv und einfallsreich. Hierfür nur einige Hinweise: Am 01.08.1915 fand das 2. Kreisfrauenturnfest in Mönchengladbach statt, das 3. am 30.07.1916 in Mülheim / Ruhr, das 4. am 23.07.1917 in Düsseldorf und das 5. am 29.09.1918 in Leverkusen.

Viele Vereine haben die Verbindung zu ihren im Felde stehenden Mitgliedern aufrechterhalten beispielsweise durch einen Liebesgabedienst. So war es z.B. in Hoffnungsthal, Bergisch Gladbach, Mülheim und Sürth, beim Kölner Turnerbund in Siegburg, Bensberg und bei der KT. Frau Baldner, ein Mitglied des TV Mülheim, hatte - man vergesse nicht den Materialmangel - für im Felde stehende Mitglieder über 100 Paar Socken gestrickt. - Eigene Nachrichtenblätter für die im Felde stehenden Vereinsangehörigen gaben heraus z.B. Siegburg: 1916 hatten sie schon die Nr. 16 versandt. Die KTer verschickten im Januar 1916 die Nr. 1 ihrer „Feldpostzeitung“. - Gefallene: Fast in allen Festschriften haben die Vereine später die Zahl der Gefallenen und deren Namen in - Ehrentafeln - genannt. Hier einige Zahlen: Schlebusch 20, KT 50, TV Mülheim 44, Siegburg 26, Herkenrath 6, Bensberg 9, Deutz 13, Bergisch Gladbach 14, Turn- und Fecht Bergisch Gladbach 20, Flittard 10, Herkenrath 4, Königsdorf 9, Turn- und Fecht Nippes 39, Turnerkreis Nippes 9, Sürth 13, Urbach 8, Wahn 5, Poll 7, Rath-Heumar 15, Refrath 17, Kölner Turnerbund 20, TuS Leverkusen 40, Fischenich (1. und 2. Weltkrieg) 23 .... - Die für die gesamte DT ermittelte Gefallenenzahl wird - schwankend zwischen 150.000 und 300.000 - im allgemeinen mit 200.000 angegeben .... Eingezogen waren innerhalb der DT am 01.01.1915: rund 395.000, am 01.01.1916: rund 541.000 ...

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