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nach 1945 - Die Zeit nach dem Zusammenbruch

Die Lage - im Allgemeinen

Der Krieg war verloren. Deutschland besiegt. Kein Friedensvertrag. Die Alliierten, genauer: ein Alliierter Kontrollrat, übernahm die oberste Regierungsgewalt. Die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie kamen unter sowjetisch-polnische Verwaltung. Aufteilung des übrigen Deutschland und ebenso Berlins in 4 Besatzungszonen. Rückkehr der Evakuierten und Gefangenen, Eingliederung der geflohenen und vertriebenen Deutschen. Entnazifizierung. Von 1945-1947 stufenweise Zulassung von Selbstverwaltungseinrichtungen, politischen Parteien usw. auf Gemeinde-, Kreis- und Länderebene. 1947 wirtschaftlicher Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Zone (Bizone), 1949 Anschluss der französischen Zone (Trizone). Im Westen 11 Länder. Im hiesigen Bereich Konstituierung des Landes Nordrhein-Westfalen. 1949 Annahme der vom Parlamentarischen Rat in Bonn erarbeiteten Verfassung, des Grundgesetzes. Etablierung der danach immer selbstständigeren Bundesrepublik Deutschland; in der Ostzone der DDR. Zweiteilung Deutschlands. Ost - West ... Nach den ungeheuerlichen Zerstörungen Wiederaufbau überall und in jeder Hinsicht. Wiedererstarken ... Freie, soziale Marktwirtschaft ... Wohlstandsgesellschaft ... Zunahme ... des Bewegungsmangels, dementsprechend auch der sogenannten Zivilisationskrankheiten, ... Anwachsen der Freizeit, ... deren Aktivierung ...

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1. Die Lage - in turnerisch-sportlicher Beziehung

Ähnliche Lage und Entwicklung auf turnerisch-sportlichem Gebiet. Erste Grundlage der Militärregierung nach dem Zusammenbruch: die „Directive Nr. 23“. Sie besagte im Wesentlichen, dass die sportliche Arbeit und die Zusammenarbeit der Vereine nicht über die Kreisebene hinausgehen dürfe. Das geschah aber trotzdem, auf Länder-, Zonen- und trizonaler Ebene, mit der Bildung entsprechender Ausschüsse und Arbeitsgemeinschaften, z.B. einer „Interessengemeinschaft rheinischer Turnvereine“ (20.03.1946), eines Zonenturnausschusses der britischen Zone (20.01.1947), eines Deutschen Arbeitsausschusses Turnen (DAT; 13. / 14.09.1947).

Dafür, welche Schwierigkeiten damals zu überwinden waren, nur einige Hinweise: Der Turner, Walter Volk, der am 29. / 30.01.1949 in der französischen Zone die Hauptausschusssitzung der DAT vorbereitet hatte, wurde von der französischen Besatzung verhaftet. Erst im Herbst 1949 wurde in der französischen Zone das Gründungsverbot von Turnvereinen aufgehoben. - Am 27.05.1950 sollte im Rahmen eines Deutschen Turntages, in der Frankfurter Paulskirche, die Gründung des Deutschen Turner-Bundes (DTB) proklamiert werden. Einige Tage zuvor, am 23.05., hatte die Militärregierung dies verboten. Bei diesem Turntag in der Paulskirche stellte sich Bundespräsident Heuss - mit einer großen Rede - persönlich, als ein großartiger Sachwalter, vor die Turnbewegung. Erst am 11.08.1950, nach manchen Verhandlungen, wurde das Verbot der Gründung aufgehoben und am 02.09.1950, in Tübingen, die Gründung des DTB offiziell proklamiert; als eine Einigung der früheren Deutschen Turnerschaft und des durch die NSDAP verbotenen Arbeiterturnerbundes. Erster DTB-Vorsitzender wurde der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Walter Kolb. Am 10.12.1950 folgte die Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB; erster Vorsitzender: Willi Daume) in Hannover. Der Antrag des DSB, diesen Bund - Deutscher Turn- und Sportbund - zu nennen, fand keine Mehrheit. Bereits 1952 zählte der DTB mehr als 1 Mio. Mitglieder in 7.000 Vereinen und 16 Landesturnverbänden.

2. Wiederanfang der Vereine des Kölner Raumes

Wahllos einige Beispiele:

TV Dünnwald und ähnlich TV Schlebusch und Hoffnungsthal: Erschüttert standen wir vor einem Nichts. TV Sürth: Die schöne Sporthalle am Rhein war durch 19 Bombentreffer verwüstet, alle Turngeräte beschädigt oder unbrauchbar. - Erste Mitgliederversammlungen pp: TV Dellbrück: Oktober 1945 1. Hauptversammlung. Willi Heinen 1. Vorsitzender. TV Mülheim: Bereits einige Wochen nach der Kapitulation fanden sich Turner zu ersten Besprechungen. Am 14.10.1945 eine erste große Aussprache (Dr. Oster). 09.02.1946 1. ordentliche Hauptversammlung. Hans Weiden 1. Sprecher. Rot-Weiß Zollstock: Herbst 45 „Wieder-Gründungs-Versammlung“. Post-SV Köln: Oktober 45 1. Hauptversammlung. TS Bergisch Gladbach 18.01.1946 1. Versammlung. TV Deutz 22.09.1946 1. Mitgliederversammlung. TV Ehrenfeld: 2. Weinachtstag 1945 1. Hauptversammlung. Karl Halfen 1. Vorsitzender. TV Sürth 14.12.1945 1. Generalversammlung. TV Refrath, 20.01.1946 1. Versammlung. TuS rrh. 07.02.1946 Generalversammlung. TV Hoffnungsthal: Februar 1946 1. Hauptversammlung. - Aufnahme des Turn- und Sportbetriebes, Sorge um Turn- und Sportstätten: Dellbrück: Herbst 45 wurde das Handballspiel wieder aufgenommen. Der Verein stellte 1946 und 1947 den rechtsrheinischen Meister, Aufstieg in die Oberliga Mittelrhein. 1946 Ausrichtung des ersten bezirksoffenen Turn- und Sportfestes im Kölner Gebiet, bei 500 aktiven Teilnehmern.

Hoffnungsthal:

Bereits 1946 Wiederaufnahme des Handballspiels; später Gerätturnen in einer Fabrikhalle. Um turnen zu können, richten der TV Mülheim und die Tgm. Mülheim zusammen selbst die Halle im Lyzeum wieder her. TV Forsbach: 1946 bereits spielten wieder 5 Handballmannschaften. Rot-Weiß Zollstock: Der zerstörte Platz wurde von den Mitgliedern selbst wieder hergerichtet, der Spielbetrieb wieder aufgenommen (1945 / 1946), ähnlich eine Halle provisorisch für die Betätigung in der Halle hergerichtet (1947), die aber 1948 wegen Einsturzgefahr gesperrt wurde. Schlebusch: Eine Schreinerwerkstatt diente als erste Turnstätte. Bergisch Gladbach: Bereits 1946 wurde der Turnbetrieb wieder aufgenommen. 26.12.1946 1. Schauturnen. 1949 Kreisturnfest. Bensberg: 1946 Wiederbeginn des Turnens; ebenso 1946 wieder dabei der TV Brühl. TV Deutz: Herrichtung eines Übungsplatzes in einer Grünanlage durch Zuschüttung von Bombentrichtern usw.. April 1947 wurde in der Humboldtkolonie eine Halle benutzbar. Großkönigsdorf: Bereits im Herbst 1945 wieder geturnt; allerdings diente als Turnhalle ein demolierter Saal. Turn- und Fecht Nippes: Bereits Ende 45 lebte der Spielbetrieb wieder auf. Urbach: 1946 begonnen; Porz: bereits 1945; Refrath: schon im März 1946 konnte in der alten Turnhalle - geturnt - werden. —- Länger, ja lange dauerte es aber bei anderen Vereinen: Flittard: Erst 1949 waren wir mit dem Turnen wieder soweit. Niehl: 1950 wurde die Vereinsarbeit wieder aufgenommen. Rodenkirchen: Erst 1954 konnte in dem Saal einer Gastwirtschaft der Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden. - Bemerkenswert dann aber auch dies: TuS rrh.: Um die ungewöhnlichen Nachkriegssorgen im eigenen und im befreundeten Nachbarverein besser zu meistern, schlossen sich am 07.02.1946 der TV Kalk 1874 und der TV Höhenberg zur Turn- und Sportvereinigung 1874/93 Köln rrh. zusammen. 1949, beim75. Stiftungsfest, zählte der Verein bereits wieder über 700 Mitglieder.

3. Wiederanfang auf Kreisebene

Der Trend:

Erstaunlich, wie allen Schwierigkeiten zum Trotz und ungeachtet der persönlichen Sorgen und Nöte ... allenthalben neues Leben aus den Trümmern herauswuchs. Mit Recht sprach man damals - Carl Diem und Hermann Ohnesorge folgend - vom Trümmerturnen .... Gefragt wurde bald auch wieder nach Verbindungen der Vereine untereinander, nach Zusammenschlüssen, um den Spiel-, Sport- und Turnbetrieb in Gang zu bringen, zu Spielabschlüssen, Rundenspielen und Kämpfen, kurz auch zu organisatorischen Gemeinsamkeiten zu kommen. - Die räumliche und fachbezogene Strukturform der vergangenen Zeit blieb: Die Verbandszusammenschlüsse - rein fachbezogen - und - räumlich -: in Konkurrenz mit der (alten) neuen Gliederung der öffentlichen Verwaltung. - So kam es, dass nicht gleich der alte Kölner Turngau wieder auflebte, sondern 1. für Köln ein Verband Kölner Turnvereine und 2. für den Rheinisch-Bergischen-Kreis ein Rheinisch-Bergischer-Turnkreis.

Erst später, in Angleichung an die Struktur des Kölner Turngaues vor 1933, mehr aber noch aus rationellen Gründen, fanden sich beide zum Turnkreis Köln zusammen, der dann - bedingt durch eine Neuordnung des Rheinischen Turnerbundes - zum Turngau Köln wurde. -

Die Stufen dieser Entwicklung

August Kierdorf / Tgm. Mülheim, hatte gleich nach Kriegsschluss, noch von Attendorn aus, - zur Sammlung - aufgerufen. Am 19.05.1946 wurde in Köln-Deutz der Verband Kölner Turnvereine gegründet, am 22.10.1946 eine Verbandssatzung beschlossen. Am 26.01.1947 wurde dieser gemäß - wiederum in Deutz - ein Vorstand gewählt. 14.04.1947: 1. Kreisturnfest in Großkönigsdorf.

Nebenbei:
Am 07.02.1947 wurde mit der Herausgabe von Nachrichten für die rheinischen Turnvereine begonnen, die später zur Rheinischen Turnzeitung (RTZ) wurden. 22.03.1947: Gründung des Nordrheinischen Turnverbandes in Düsseldorf, der sich einige Zeit danach in - Rheinischer Turnerbund - umbenannte. 09./10.08.1947 1. Landesturnfest in Remscheid. - 3. Ähnlich wie August Kierdorf hatte Jean Schiffmann / Bergisch Gladbach, im Rheinisch-Bergischen-Kreis die Turner und Turnerinnen wieder zusammengeführt. Es folgte ein Zusammenschluss zum Rheinisch-Bergischen-Turnkreis. Vorsitzender wurde Jean Schiffmann. Am 01.04.1948 zählte dieser Turnkreis 13 Vereine mit zusammen 1.668 Mitgliedern. Ende 1948 / Anfang 1949 gehörten zum Kreisvorstand außer Schiffmann u.a. Hans Daubenbüchel / Bensberg (Oberturnwart). 4. Ende 1948 beantragt der Rheinisch-Bergische Turnkreis den Anschluss an den Kölner Turnverband. Am 30.12.1948 hat dieser den Antrag einstimmig angenommen. Auf einem außerordentlichen Kreisturntag, am 09.01.1949 in Bensberg, wurde die Auflösung des Turnkreises und der Anschluss seiner Vereine an den Kölner Turnverband beschlossen. Eine gemeinsame Sitzung der beiden Verbandsvorstände (Köln und Rhein-Berg) fand am 27.01.1949 in Köln statt. Zwei Tage später, am 29.01.1949, hat der Kreisturntag das Ganze gut geheißen. 5. Aus dem Verband Kölner Turnvereine und dem Rheinisch-Bergischen Turnkreis wurde der Turnkreis Köln und etwas später der Turngau Köln, mit ungefähr dem gleichen Gaubereich wie vor 1933.

4. Vereins- und Mitgliederentwicklung

Aufschwung

Vereins- und Mitgliederentwicklung im wiederentstandenen Turngau Köln:

Vereine: 1946 waren es 17 Vereine, 1948: 34, 1953: 51, 1961: 60, 1963: 71, 1965: 84, 1967: 90, 1973: 100 Vereine .... Das war der Höhepunkt .... Danach sank die Zahl der Vereine bis 1976 auf 91 herab .... Mitglieder: 1946: 2.384, 1948: 5.065, 1953: 8.039, 1961: 13.291, 1965: 22.615, 1968: 30.022, 1973: 40.943 .... Danach Absinken der Zahlen - ähnlich wie oben - ... bis 1976 auf 36.315 ...

Gauturntage

In dieser Beziehung darf auf den - Anhang „100 Jahre Turngau Köln“ - verwiesen werden. Besonders bemerkenswert die umfang- und inhaltsreichen, den Turntagen vorgelegten Jahresberichte, z.B. 1965: 37 Seiten, 1966: 33 Seiten, 1968: 31 Seiten, 1970: 24 Seiten.

Gauturnfeste

Auch in dieser Hinsicht sei auf den Anhang hingewiesen; hier jedoch mit folgendem Zusatz: Bis 1951 fand jedes Jahr ein Gauturnfest statt. Dann aber nur noch je eines 1954 in Brühl, 1956 in Köln und 1962 - das letzte - in Frechen .... So aber ist es in fast allen Gauen .... Die Feste, die durchgeführt wurden, waren - jedes in seiner Art - irgendwie großartig .... Schade, dass wir aus Raummangel auch hierüber, ... wie so über Manches ..., nicht berichten können ...


Gauvorstände

Auch hier darf auf den Anhang „100 Jahre Turngau Köln“ Bezug genommen werden. Dazu aber einige Hinweise: Zuerst waren die Gauvorstände klein. Dann wurden Sie größer; danach um rationeller arbeiten zu können, wieder kleiner. Mit dem immer weiteren Anwachsen in neuer und neuester Zeit, - der Auffächerung nach den fachlichen und überfachlichen Disziplinen und den verschiedenen personenbezogenen Gesichtspunkten, wie z.B. Männer, Frauen, Jugend, Alte, Kinder, Kleinkinder-, wurde - die Organisation - leider - immer umfangreicher. Zum Vorstand kommen der Turnausschuss, zu vielen Warten noch besondere Ausschüsse hinzu .... Aus Platzmangel konnte im Anhang - auch hier - lediglich - eine Übersicht über den - Gauvorstand - gegeben werden .... Auch hier dürfte man zu dieser Entwicklung sagen, man sollte - als Richtlinie - nicht den Satz aus dem Auge verlieren: So wenig - Organisation - wie möglich, aber auch ... so viel Organisation wie ... notwendig ...

Der Turngau Köln im Rahmen der anderen Turngaue des RTB

Zahlenmäßig stand der Turngau Köln unter den 18 rheinischen Turngauen 1947 an 12. Stelle .... Sich langsam aber stetig weiter nach vorne arbeitend, steht er seit 1961 - als weitaus größter Gau - bis jetzt ständig - an erster Stelle ...

5. Einige besondere Vermerke

Einige besondere Vermerke

Vereinsaussprachen, Vereinsübungsmorgen und ähnliches:

Nicht nur in dieser Entwicklungsphase, also ab 1945, sondern für die ganzen 100 Jahre Kölner Turngau gilt, dass oft nach besserer Schulung, Information und ähnlichem gerufen wurde, dass dann aber mit der Zeit das Interesse auch immer wieder abflaute, erlahmte. So gab es ab 1945 Zeiten, in denen - wie z.B. 1948 - fast alle Vereine bei solchen Aussprachen waren. Mitte der 50er Jahre trafen sich - um noch „effizienter“ tätig werden zu können - z.B. außerdem noch gesondert die Vereinsvorsitzenden, die Ober- und Männer-Turnwarte, die Altersturnwarte, Kassen- und Pressewarte. In den 40er, 50er Jahren wurden viele „Vereinsübungsmorgen“ durchgeführt, d.h. Übungsstunden, die alle Interessierten mit den neuesten Turn-“Arbeits“-Möglichkeiten vertraut machen sollten.

Hans Große, als Gau-OTW, lädt seit vielen Jahren - ohne Tagesordnung - zur Kontaktpflege, Information usw., zu Gesprächen am runden Tisch ein; innerhalb des Gaugebietes an mehreren, häufig bis zu 6 Orten. Wie die Jahresberichte ergeben, sind zumeist so 30-35 Vereine mit einer nicht viel größeren Gesamtteilnehmerzahl dabei anwesend .... 2. Bezirkseinteilung: Gleichen Zielen diente auch - die ganzen 100 Jahre hindurch - die immer wiederkehrende Forderung nach einer - vereinsdienlichen - Bezirkseinteilung. Eine Zeitlang klappte es, dann verlief alles wieder im Sande. Wiederholt wurden - in diesen vielen Jahren - Versuche unternommen, die Bezirke in der Gausatzung und die Bezirksvertreter im Gauvorstand zu verankern .... 3. Gaunachrichtenblätter: um die Arbeit noch rationeller und wirksamer zu gestalten, wurden immer wieder Gaunachrichten oder ähnliche Blätter herausgegeben. Schon vor der Jahrhundertwende gab der Turngau, worum sich damals Fritz Schroeder besonders bemühte, derartige Nachrichten heraus. Gedruckte Gaunachrichten gab es in den 20er Jahren, damals ein wichtiges Anliegen von Barthel Gödde. 1953-1955 erschien - vervielfältigt - ein „Nachrichtenblatt des Turnkreises Köln“; ähnlich auch 1958/1959. - 4. Vereinsnachrichten wurden und werden erfreulicherweise von vielen Vereinen herausgegeben. Im Gaujahresbericht 1968 werden beispielsweise genannt: Deutzer TV, TuS Moitzfeld, Refrath, Turn- und Fecht Nippes, Ehrenfeld, KT, Dellbrück, Bensberg, KTB, Bergisch Gladbach sowie TV und Tgm Mülheim. Die Gesamtauflage aller Vereinszeitungen im Turngau Köln betrug damals - so Hans Große - rund 48.000 im Jahr. In anderen Berichten wurden beispielsweise genannt solche Nachrichten auch von Rath-Heumar, Hürth, Schlebusch, Rodenkirchen, Polizei SV und Post SV, DJK Bickendorf und Dünnwald. Einige Male wurden die besten Vereinsnachrichten seitens des RTB oder des DTB prämiert. 1957 konnten somit durch den DTB geehrt werden die Vereinszeitschriften von Bensberg, Bergisch Gladbach, KTB und Hürth .... Solche Blätter sind von nicht zu unterschätzender Bedeutung. - 5. Gaugeschäftsstelle: Wenn vorhin Fritz Schroeder und Barthel Gödde bezüglich der Herausgabe eigener Gaunachrichten besonders erwähnt werden konnten, so gilt ein gleiches für beide auch hinsichtlich der Einrichtung von Gaugeschäftsstellen. Von 1929 ab hatte der damalige Kölner Turngau eine Geschäftsstelle. Seit Anfang 1959 hat der jetzige Turngau Köln gleichfalls eine solche Stelle. Je größer eine Gemeinschaft, ein Gau oder auch ein Verein, um so notwendiger ist die - Schaffung - eines zu bestimmten Zeiten ansprechbaren Mittelpunktes. Erfreulich, dass manche Vereine eigene - Vereins-Geschäftsstellen - unterhalten, wie der MTV, die KT, die TS Bergisch Gladbach oder die TVe Bensberg, Refrath, Dünnwald, Dellbrück oder Bechen und ... selbstverständlich ... auch solche große, leistungsfähige Vereine wie der Post- oder Polizei SV Köln.

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